Azubis an Bord 2006

Artikel zum Thema Azubis an Bord 2006.

Die SOLON ermöglichte uns, Auszubildenden der deutschen Standorte, während einer einwöchigen Teambildungsreise an Bord der Solair das Leben auf See kennen zu lernen. Ziel des Törns vom 8. -15. November 2006 war es, unsere Gruppendynamik unter Beweis zu stellen und unser Team zu stärken.  Nach einer für die meisten extrem kurzen Nacht, da unser Flieger mitten in der Nacht startete, kamen wir nach einem 2,5stündigen Flug morgens in Palma de Mallorca an. Am ersten Tag vor Ort stand Taschen auspacken, Vertraut machen mit der Solair, Verpflegung für eine Woche einkaufen und eine Stadtbesichtigung von Palma auf dem Programm. Erst am darauf folgenden Tag, als unsere Crew an Bord mit der  Anja komplett wurde und die letzten Besorgungen getätigt waren, ging es mit gefüllten Tanks auf hohe See. Es folgte die Schichteinteilung: Jeweils zwei Auszubildende hatten gemeinsam mit Anja oder Peter in 3-Stunden-Schichten die Verantwortung für das Schiff. Schließlich lernten wir die ersten Begriffe wie Fallen, Schoten, Traveller und Winsch und es wurde in Teamarbeit das erste Mal das Segel gehisst. Während der ersten Tage genossen wir die wunderschönen Sonnenauf- und -untergänge, das sonnig-warme Wetter und die meist recht ruhige See. Besonders eindrucksvoll waren die vielen wunderbaren Begegnungen mit Delfinen, die von uns stets mit einem herzlichen „Juuhu“ begrüßt wurden. Eines der Highlights war sicherlich die Ankunft in Gibraltar am vierten Tag mit Thomas Anders im Ohr und schließlich der dortige Aufenthalt. Hier konnte auch endlich wieder mit gutem Gewissen geduscht werden, da in Gibraltar die Wassertanks an Bord der Solair aufgefüllt wurden. In Gibraltar verbrachten wir den Rest des Tages. Wir besichtigten die Stadt, fuhren mit der Gondel auf den Berg und genossen dort zwischen den äußerst zutraulichen Affen die wunderschöne Aussicht bis zur nordafrikanischen Küste. Am Abend ging es dann wieder an Bord – das ständige Schaukeln hatten wir auch schon vermisst.  Nachdem wir nun im Mittelmeer schwimmen waren, folgte auch im offenen Atlantik eine Runde planschen. Ganz mutige, zu denen ich nicht zählte, ließen sich sogar bei Fahrt an einem Tau im Wasser hinter dem Schiff herziehen…  Die Zeit neigte sich langsam dem Ende zu, als wir am Abend des sechsten Tages an der Küste der Algarve in den Hafen von Lagos segelten. Dort verbrachten wir die letzten zwei Tage. Obwohl wir unseren letzten Abend noch mal feierlich in bester Stimmung mit der skurrilen Musikmischung von Thomas Anders bis hin zu Justin Timberlake zelebrierten, mussten wir am letzten Tag die lieb gewonnene Solair mit einem weinenden Auge am Hafen stehen lassen und uns per Bahn und Bus in Richtung Faro zum Flughafen aufmachen. An dieser Stelle vielen lieben Dank an Peter, den besten Skipper überhaupt, der mit Humor und Geduld alles mitgemacht hat und uns eine unvergessliche Zeit geschenkt hat. Ebenso ein persönliches Danke für das extra Kurven fahren, sobald Delfine auftauchten, das Offensein gegenüber Justin, auch wenn seine Stimme mal öfter zu hören war und für die wunderschöne Aussicht vom Hauptmast, die ich genießen durfte.

Simin Torabi